Quartier St. Barbara, Duisburg

Wettbewerb: 2016, 1. Preis

Planung: seit 2017

Leistungsphasen: 1 - 4

 

Auftraggeber: IPG MuV GmbH, Berlin

Landschaft: GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt

Wohneinheiten: ca. 350

 + Kita, Seniorentagespflege, Arztpraxen, Gastronomie, Ateliers

BGF: 43.000 m2

 

Städtebaulich-freiraumplanerisches Gutachterverfahren mit anschließender Teilbeauftragung/Realisierung im Bezirk Hamborn auf dem Gelände einer früheren Zechensiedlung in unmittelbare Umgebung zum ehemaligen Hospital St. Barbara, der Adolph-Kolping-Schule und einem Altenheim. Mit der geplanten Maßnahme wird ein Ort für wertvolles städtisches Leben erschlossen. Eingebettet in eine Grünstruktur entsteht das Quartier St. Barbara mit einem differenzierten Wohnangebot und sozialer Infrastruktur. Erhalt und Umnutzung des ehemaligen Krankenhauses.

Bausteine und Zielsetzung:

 

. Quartiersmitte St. Barbarahaus, Nachnutzung quartiersprägend

. Geschlossene Bauweise zur Gartenstraße, Lärmschutz

. Offene Bauweise im Norden Schroer- und Bastenstraße, Übergang Kolonie

. Lebendige Wohntypologie für Jung und Alt schaffen

. Vernetzung/Durchwegung in Nord-Süd und West-Ost-Richtung,

. Baufeldbezogene differenzierte Grünräume von öffentlich bis privat

 

Mittelpunkt des neuen Quartiers wird das St. Barbarahaus. Befreit von funktionalen Anbauten steht es dominant in der Achse der Schroerstraße. Vorgelagert ein steinerner Platz und nach Westen zum Park geöffnet. Südlich davon, liegen vier Baufelder. U-förmige Mehrfamilienhäuser, IV-geschossig, mit punktuellen V-geschossigen Hochpunkten bilden den Abschluss zur Gartenstraße (Lärmschutz Innenbereich). II bis III-geschossige Stadthäuser ergänzen die Baufelder nach Norden und komplettieren zur Schroerstraße die Koloniebauten. Nutz- und Privatgärten sowie Kleinkinderspielflächen prägen kleinteilig die Innenhöfe, die direkte Nachbarschaft.

Entlang der Bastenstraße erhält die Bestandsbebauung wiederum ein moderat gesetztes Gegenüber von II-geschossigen Stadthäusern.

 

Als historisches Zeugnis und baulicher Mittelpunkt im neuen Quartier wird das St. Barbarahaus auch zum Mittelpunkt des sozialen und kulturellen Lebens: Wohnungsnahe Gesundheitsversorgung, Büronutzung, Veranstaltungs-/ Ausstellungsbereich in der ehemaligen Kapelle, Kinder- und Jugendangebote, Vereine, Gastronomie, Aktivierung der Kellergeschosse für Probenräume.

 

Wohnungsmix, Flächenaufstellung:

 

Die Baufelder sind Grundlage für eine ausgewogene Mischung der Wohntypologie. Geschosswohnungsbau in Form von geförderten und freifinanzierten Mietwohnungen und Stadthäusern als Eigenheim bilden eine Nachbarschaft.